Düdo

Düdo Motordämmung – Geräuschpegel reduzieren

Motordaemmung-Isolierung-Mercedes-Benz-407-D-T2-Duedo

Bei einem Mercedes Benz 407 D Düdo spielt die Motordämmung eine wichtige Rolle. Denn der Motor befindet sich bei Düdos zwischen Fahrer und Beifahrer. Die Motorabdeckung sollte im Zuge der Campervan-Isolierung gegen Geräusche gedämmt werden. Gerade die 407er mit ihrem 70PS Motor und ihren vier Gängen machen ab Tempo 80 höllischen Lärm, den du lieber nicht in der Fahrerkabine haben willst. Aber auch andere ältere LKW und Transporter haben den Motor zum Teil oder ganz zwischen den vorderen Sitzen und produzieren dadurch unnötigen Lärm. In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie wir unsere Motorabdeckung gegen Geräusche gedämmt haben, welches Material wir verwendet haben und geben dir Tipps, damit auch du bald hoffentlich Ruhe in der Fahrerkabine hast!

Motordämmung beim Düdo – Laute Geräusche dank passender Isolierung endlich loswerden!

Bisher war bei unserem Willy eine Unterhaltung bei Tempo 80 nicht möglich. Bei unserer allerersten Fahrt war es im Fahrzeug extrem laut, alles hat vibiert und geschäppert. Nach der Isolierung des Laderaums und der Fahrerkabine (Stichwort Alubutyl) wurde der Geräuschpegel schon erträglicher. Aber erst als wir die Motorabdeckung gedämmt haben, kehrte gefühlt Ruhe ein. Bedenke bitte: Natürlich bekommt man einen alten Transporter nicht so leise wie einen Neuwagen, aber der Aufwand lohnt sich trotzdem wie wir finden.

Motorabdeckung dämmen – Wie gehe ich am besten vor?

Bevor man mit der Dämmung des Motors startet, sollte man den Rest des Fahrzeugs idealerweise bereits gegen laute Geräusch gedämmt und gegen Kälte und Wärme Isolierung haben. Anschließend würden wir dir auch empfehlen, sämtliche Bleche vorne im Fahrerhaus einschließlich der Türen zumindest mit Alubutyl^ zu dämmen. Erst danach macht die Dämmung der Motorabdeckung unserer Meinung nach Sinn. Schließlich willst du ja alle lästigen lauten Geräusche loswerden, oder? 🙂 Bei der Dämmung der Motorabdeckung muss man unbedingt darauf achten, dass im Motorraum noch genug Luft zirkulieren muss! Deshalb sollte man das Isolier-Material nicht zu dick wählen!

Welches Material eignet sich am besten zur Motordämmung?

Verwende bitte IMMER nur Material, das für diesen Zweck geeignet ist. Bedenke bei der Motordämmung bitte unbedingt, dass der Motor heiß wird und dass das Dämmmaterial hoher Hitze ausgesetzt wird! Außerdem muss auf eine ausreichende Luftzirkulation geachtet werden!

Wenn es blöd kommt, schmilzt dir die Dämmung weg und verklebt deinen ganzen Motor. Im schlimmsten Fall kannst du durch falsches Material einen gefährlichen Brand im Motorraum auslösen. Deshalb gilt für diesen Erfahrungsbericht:

Dieser Beitrag dient lediglich als Erfahrungsbericht. Alle Angaben nach bestem Wissen jedoch ohne Gewähr! Bei allen Arbeiten an einem KFZ sind die allgemeinen Arbeitsschutzvorschriften zu beachten. Die hier beschriebenen Hinweise können bei fehlerhafter Ausführung zu Folgeschäden führen. Jegliche Haftung für Schäden oder Verletzungen wird hiermit ausdrücklich abgelehnt. Der Anwender trägt das uneingeschränkte und alleinige Risiko bei sämtlichen hier beschriebenen Schritten.

Wir haben bei unserer Düdo Motorabdeckung folgende Materialien verwendet:

  • Alubutyl^ (bei einer Motorabdeckung aus Plastik optional, bei einer Motorabdeckung aus Blech definitiv empfehlenswert!)
  • 9mm Armaflex XG^ (hatten wir noch über von der restlichen Campervanisolierung)

Motordämmung – Schicht für Schicht zum leisen Campervan: So sind wir vorgegangen

Zunächst haben wir die Motorabdeckung sogut es irgendwie ging sauber machen. Die Abdeckung beim Mercedes Benz 407 D hat normalerweise bereits eine Isolierungschicht. Wenn diese bei euch noch gut aussieht, könnt ihr die restlichen Materialien einfach draufkleben. Sollte die Original-Motorisolierung schon porös sein, sollte man diese besser entfernen. Unsere sah noch super aus, weshalb wir die restlichen Schichten einfach draufgeklebt haben!

Motordämmung Isolierung Mercedes Benz 407 D T2 Düdo - Alubutyl
Motordämmung – Alubutylschicht

Als Schwerschicht hatten wir noch einen Rest Alubutyl^ über und haben die Motorabdeckung damit ausgekleidet. Was es dabei zu beachten gilt, könnt ihr hier nachlesen.

Motordämmung Isolierung Mercedes Benz 407 D T2 Düdo - Armaflex
Düdo Motordämmung – Armaflex (9mm)

Auf das Alubutyl haben wir anschließend eine Schicht 9mm Armaflex XG^ verklebt. Wie ihr dieses am besten verarbeitet, könnt ihr hier nachlesen. Armaflex hat man ja beim Ausbau und der Isolierung sowieso irgendwo rumfliegen. Zudem gilt Armaflex als schwerentflammbar, sollte sich also als Zwischenschicht gut zur Motorraumisolierung eignen. Wer auf Nummer sicher gehen will, bestellt bitte spezielle Motordämmung.

Motordämmung Isolierung Mercedes Benz 407 D T2 Düdo - Hitzeschild
Motordämmung Mercedes Benz 407 D – Hitzeschild

Abschließend haben wir ein spezielles Hitzeschild angebracht. Dieses besteht aus einer selbstklebenden Glassfasermatte und einer geprägten Aluminiumschicht auf der Vorderseite. Wir haben uns für die 7mm Stärke und die Abmaße 160x100mm entschieden. Hat uns völlig gereicht. In Verbindung mit dem 9mm Armaflex bleibt gerade noch so Luft zwischen Abdeckung und Motor. Diese wird auch benötigt, damit kein Luftstau und damit unnötige Hitze entsteht.

Motordämmung Isolierung Mercedes Benz 407 D T2 Düdo - Aluminiumtape
Motordämmung Mercedes Benz Düdo – Komplette Isolierung inklusive Aluminiumtape

Da wir Glasfaser wirklich nicht leiden können, haben wir die Ränder des Hitzeschilds noch mit Aluminiumtape abgedeckt. Hier haben wir einfaches Aluminiumtape von Tesa^ benutzt. Dieses hält aber eher so semi. Für uns reicht es gerade noch. Wer mit seinem Campervan bzw. LKW unterwegs ist und oft Offroad-Pisten oder durch kleine Bäche und Flüsse fährt, sollte die gesamte Isolierung mit einem speziellen Abdicht-Aluminium-Tape abdichten, damit die Motorraumisolierung auf Dauer keine Feuchtigkeit zieht.

Habt ihr eure Motorabdeckung schon gedämmt? Hinterlasst uns doch gerne einen Kommentar!

Weitersagen:

15 Kommentare

  • Eine Frage,
    Vielen Dank für eure Anregungen, habe noch eine Frage
    Du schreibst:

    “Anschließend würden wir dir auch empfehlen, sämtliche Bleche vorne im Fahrerhaus einschließlich der Türen zumindest mit Alubutyl^ zu dämmen.”

    Wie genau macht Ihr das bei den Türen. Man kommt z.B. ja nicht so richtig an das Innere der Türen zum Dämmen?

    Würde mich freuen, wenn Ihr das ein wenig beschreiben könnten.

    • Hey Philip,

      danke für dein Feedback! Zum Thema Türen dämmen: Man braucht sehr viel Fingerspitzengefühl und Geduld ;-). Wir haben es folgendermaßen gemacht: Die Blechabdeckung abschrauben, die Plastikabdeckungen (unten) raushebeln, anschließend innen die zugänglichen Flächen reinigen, danach passende Alubutylstücke zuschneiden, am Eck die Folie abziehen, vorsichtig reinschieben, andrücken und vorsichtig die Folie abziehen. Zum Andrücken haben wir wie im Innenraum eine Hand-Malerrolle ohne Aufsatz genommen. Natürlich kriegt man nicht alles gedämmt, aber zumindest dort, wo man rankommt, haben wir versucht alles mit Alubutyl zu verkleiden.

      Sobald unser Willy wieder aus dem Winterschlaf geholt wurde, reiche ich gerne auch Bilder nach.

      Viel Erfolg!

  • Grüße!

    Das Innere der Türen ist doch mit einer Art Rostschutz beschichtet, hast du das Alubutyl einfach da drauf geklebt??

    Das abzukratzen halte ich für wenig weise, oder?

    • Moin!

      Unsere Türen waren innen trocken. Wenn deine gegen Rostschutz behandelt wurden, ergibt es natürlich wenig Sinn das Zeug abzukratzen. Draufkleben könnte man ausprobieren, ob es allerdings hält, kann ich dir nicht sagen, da ich nicht weiß mit welchem Mittel deine Türen da gegen Rost beschichtet wurden.

      Grüße, Viktor

  • Servus!

    was meint ihr nun ein jahr Später nach der Dämmung der Motorabdeckung?
    Hat eure Konstruktion soweit ihren Dienst erfüllt? Habt ihr Probleme mit Luftdurchzug im Motorraum oder ähnliches gehabt? Ist der Geräuschpegel deutlich reduziert?
    Würde wohl nach eurem Vorschlag die Abdeckung meines Düdos 408 abdichten.

    Liebse Grüße,

    Beni

    • Moin Beni,

      bedingt durch den Camper Ausbau sind wir bisher nicht viel gereist. Der Langzeittest steht also noch aus. Deswegen kann ich aktuell auch nichts zu Problemen in Verbindung mit Luftdurchzug etc. sagen. Bei Kurzstrecken war dies bisher nicht der Fall. Nur hinten stößt die Umlenkung der Gaspegdal-Feder an die Dämmung. Also dicker darf es dann nicht mehr werden, sonst ist kein “Vollgas” mehr drin.

      Es ist aber spürbar leiser geworden!

      Bis auf das Aluminium-Tape (was bei uns zwar immer noch hält, aber echt keinen guten Eindruck macht), würden wir es genauso dämmen, da man beim Fahren schon einen Unterschied “hört”. Sonst hätte ich den Beitrag schon längst abgeändert :-).

      Wir haben das ganz normale Reckhorn Alubutyl genommen mit 2 mm Stärke.

      Viele Grüße und Spaß beim Dämmen,
      Viktor

  • Hallo zusammen, erst mal Riesen Respekt zu diesem Projekt.

    Wir sind ebenfalls gerade dabei unser Wohnmobil auf Basis Mercedes Benz T1 310 D … davon die Motorhaube zu isolieren. Bei Alubutyl und Armaflex XG 9 mm bin ich bei Amazon fündig geworden. Allerdings leider nicht hierbei:

    „Dieses besteht aus einer selbstklebenden Glassfasermatte und einer geprägten Aluminiumschicht auf der Vorderseite. Wir haben uns für die 7mm Stärke und die Abmaße 160x100mm entschieden.“

    Wäre klasse, wenn ihr uns hierfür auch eine Bezugsquelle nennen könntet, denn wir sind gerade am planen und Bestellung der benötigten Materialien.

    Viele Grüße F&P

    • Hey Frank,

      weiter oben im Beitrag sind alle Materialien aufgezählt:
      “Spezieller Hitzeschild: Glasfaßermatte selbstklebend mit geprägter Aluminiumfolie (gekauft bei Automobile Dämmstoffe)
      Alternative: Alu-Fiberglas Hitzeschutzmatte selbstklebend^”

      Viel Spaß beim Dämmen und vielen Dank für das Feedback!

      Viele Grüße,
      Viktor

  • Moin,
    habe mir gerade einen 507d DRK-Arzttruppwagen Bj. 89 gekauft, kann sein das ich ihn wegen der Lautstärke garnicht als Womo H umgeschrieben bekomme, will ihn aber trotzdem, dann halt als LKW mit H und Fahrtenschreiber und angehängten Rapido Club 30 (680 kg).
    Hat jemand schon mal einen 507d leiser gemacht ?
    Habe mich in dieses Auto verliebt.

    • Moin Ernst-Günther,

      wenn du Glück mit dem Prüfer hast, geht das ab und an. Der Truppwagen wird aber wahrscheinlich mit langem Radstand daherkommen nehme ich an. Da wird es schon schwieriger (nicht nur wegen der Lautstärke).

      Ich wüsste nicht, inwiefern sich der 507D im Dämmen anders verhalten sollte als der 407D? 🙂

      LG, Viktor

  • Ein Sattler möchte 300 Euro für die Bearbeitung einer Motorabdeckung haben, habt ihr da noch einen günstigeren Sattler?
    Gruss
    Christoph