Camper Ausbau

1. Schritt: Bestandsaufnahme und Rostbeseitigung am Campervan

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Vor dem eigentlichen Wohnmobil Ausbau sollte man seinen neu erworbenen Campervan auf Roststellen prüfen. Idealerweise habt ihr dies bereits vor dem Kauf gemacht. Aber mal ehrlich: In jede Ritze (gerade im Innenraum) kann man vor dem Kauf des zukünftigen Wohnmobils auch nicht schauen. Deshalb gilt es umso mehr: Erstmal alles aus dem Bus schaffen und hoffen, dass es unter der Verkleidung nicht rostet und alles dicht ist.

Bestandsaufnahme

Nichts ist schlimmer, als mitten im Campervan Ausbau zu stecken und plötzlich ungeahnte Roststellen zu entdecken. Wer noch viele Jahre Spaß mit seinem umgebauten Campervan haben will, kommt um eine Bestandsaufnahme und die eventuell folgende Rostbeseitigung nicht drum herum.

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Bei unserem Düdo Transporter verbarg sich hinter der Verkleidung 37 Jahre alte Glaswolldämmung.

Gerade alte Behördenfahrzeuge wie der Mercedes Benz 407 D sind fast immer irgendwie ausgebaut. Bei unserem Düdo war das Fahrzeug für den Malteser Hilfsdienst bereits gedämmt gewesen und mit einer Verkleidung versehen worden. Aber auch Bremer oder aktuellere Modelle wie Sprinter, Ducato oder VW Busse sind voller Verkleidungsteile. Unter die sollte man lieber vor dem Wohnmobil Ausbau einen Blick riskiert.

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Vor dem eigentlichchen Camper Ausbau sollte der Transporter erstmal leergeräumt und auf Roststellen überprüft werden.

Da wir vom alten Ausbau absolut nichts behalten wollten, galt es für uns erstmal den alten Kram komplett rauszureißen. Trennwand ab, Seitenwände runter und Decke raus. Bei den Seitenwänden und der Decke kam schon die erste Überraschung: Der Ausbau wurde komplett mit Glaswolle gedämmt. Da 37 Jahre alte Glaswolle nicht so geil ist, waren wir hier bereits froh, dass wir diesen Schritt gegangen sind. Da die Glaswolle auch noch mit der Karosserie verklebt war, gestaltete sich der Rausbau schwerer als gedacht. Plant hier auf jeden Fall genug Zeit ein. Rost hatten wir zum Glück nur in Form von Flugrost. Außen am Bus haben wir zwar ein paar unschöne Stellen, aber keinen gravierenden Rost.

Benötigte Materialien zum Entfernen von Rost am Auto

Rostbeseitigung – Schritt für Schritt Anleitung

Tipp: schaut auch unter die Motorhaube. Bei uns leckt der Bremsflüssigkeitsbehälter, wodurch sich unten drunter über die Jahre eine kleine Roststelle entwickelt hat. Also hieß es: ran an den Lack!

Habt ihr bei euch Roststellen entdeckt, kommt es auf den Grad an: oberflächlicher Rost lässt sich dank Schleifmaschine und neuem Lack beseitigen. Durchrostete Stellen solltet ihr hingegen entweder mit Epoxidharz und Glasmatten zuspachteln oder mit neuen Blechen zuschweißen. Gegen Rost behandelt werden müssen die Stellen jedoch zunächst auf dieselbe Art:

  1. Rost großflächig mit Schleifpapier, Drahtbürste, passenden Aufsätzen für den Akkubohrer oder per Winkelschleifer + Schruppscheibe entfernen
  2. Anschließend die Fläche saubermachen (am besten mit einer Verdünnung: Silikonentferner oder Isopropanol z.B.) und danach mit einem Rostumwandler behandeln. Wir haben öfter von Fertan Rostumwandler gelesen, haben deshalb diesen gewählt und können ihn auch empfehlen
  3. Rostumwandler 24 Stunden arbeiten lassen. Die besagten Roststellen färben sich schwarz: der Rostumwandler hat den Rost erfolgreich umgewandelt 🙂
  4. Behandelte Roststellen mit bloßem Wasser leicht abwischen. Wichtig: keine Verdünnung benutzen, da diese den Rostumwandler angreift. Anschließend mit Metallschutzlack versiegeln
  5. Handelt es sich bei der behandelten (Rost)Stelle um eine sichtbare Stelle, könnt ihr den Metallschutzlack nun mit einem feinen Schleifpapier nass anschleifen und anschließend mit der Lackfarbe eures Fahrzeugs lackieren. Hierzu am besten einen ordentlichen 2k Autolack mit passendem Farbe/Härter-Mischverhältnis verwenden. Welches Verhältnis ihr braucht, steht meist auf dem Farbeimer drauf.

Habt ihr noch weitere Tipps zum Thema Rostbehandlung und Bestandsaufnahme? Oder habt ihr beim Rausbau eures Campervans auch ein paar Überraschung erleben dürfen? Schreibt uns doch gerne einen Kommentar :-).

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