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Wohnmobil Elektrik – Batterie Stromverbrauch berechnen

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Welche Wohnmobil-Batterie (auch Bordbatterie, Verbraucherbatterie, Versorgerbatterie, Aufbaubatterie oder Zweitbatterie genannt) soll ich für meinen Camper-Ausbau und damit für meine Wohnmobil Elektrik kaufen? Was ist der Unterschied zwischen Starterbatterie und Versorgungsbatterie? Und welchen Stromverbrauch habe ich in meinem Camper eigentlich?

Das Selbermachen der Wohnmobil Elektrik ist für viele Camper-Ausbauer ein heikles Thema. Die Wenigsten kennen sich mit Strom aus und schieben diese Arbeit beim Camper-Ausbau vor sich her. Auch uns ging es nicht anders. Doch so schwierig ist der Punkt „Wohnmobil Elektrik“ auf deiner Ausbauliste gar nicht. Versprochen!

Denn wenn du die Stromversorgung im Wohnmobil in mehreren kleinen Schritten angehst, ist das Thema am Ende plötzlich gar nicht mehr so kompliziert.

In diesem Beitrag beschäftigen wir uns mit dem Herzstück deiner Camper Elektrik: der Versorgungsbatterie. Dafür schauen wir uns folgende Themen an:

  • Wie du mit gezielten Fragen und unserem Batterie-Stromverbrauch-Rechner ganz easy deinen Stromverbrauch und damit die passende Versorgerbatterie für dein Wohnmobil-Elektrik-Setup ermitteln kannst.
  • Warum du deine Geräte niemals an die Starterbatterie anschließen solltest.
  • Wo der Unterschied zwischen AGM-Batterie und Lithium (LiFePo4) Batterie ist.
  • Wie du deine neue Wohnmobil Batterie(n) mithilfe von Solar, Ladebooster und 230V Ladegerät laden kannst.

Bevor du dich jedoch mit den Batterietypen, dem Anschluss, der Kapazität und der Auflademöglichkeiten deiner neuen Batterie im Wohnmobil auseinandersetzt, muss du erstmal deinen Strombedarf bzw. Stromverbrauch kennen.

Wie viel Strom (Ah) brauche ich im Wohnmobil?

Diese Frage ist nur individuell zu beantworten. Manche Camper benötigen viel Strom bzw. Amperestunden (Ah), weil sie von unterwegs arbeiten. Andere fahren oft mehrere Wochen oder Monate keinen Campingplatz an. Und manche haben einfach einen hohen Stromverbrauch im Wohnmobil, weil gewisse Geräte an Bord sind.

Wenn du zu einem dieser Campertypen gehörst, wirst du für deinen Camper-Ausbau eine Wohnmobil-Batterie mit viel Ah benötigen und dein Wohnmobil-Elektrik-Setup entsprechend darauf ausrichten müssen.

Andere Camper-Ausbauer kommen mit weniger aus, sind vielleicht nur auf dem Campingplatz und damit sowieso ständig an eine Stromquelle angeschlossen. Wie du merkst: Nur du selbst kannst dir beantworten, wie viel Strom du wirklich im Camper benötigst.

Um dir bei der Beantwortung dieser Frage zu helfen, haben wir ein paar Unterfragen gesammelt, mit denen du eine Antwort für das große Ganze bekommst. Fangen wir an!

Wie lange und wohin möchte ich mit meinem Camper verreisen?

Im ersten Schritt gilt es herauszufinden, wofür du dein DIY-Wohnmobil überhaupt nutzen willst. Wenn du mit deinem Camper eine Weltreise planst, auf der du mehrere Wochen (oder Monate) keiner Menschenseele begegnen wirst, musst du deine Elektrik-Anlage im Camper entsprechend planen. Demzufolge solltest du auch deine Batterie(n) groß genug dimensionieren.

Ganz anders sieht es aus, wenn du dein Fahrzeug nur für Wochenendausflüge nutzt oder mit deinem Camper hauptsächlich Campingplätze anfahren willst. Hier reicht logischerweise eine kleinere Bordbatterie für deine Camper Elektrik.

Genauso verhält es sich mit den Regionen, die du ansteuern wirst: Bist du eher im „dunklen“ Norden unterwegs oder hat es dir der sonnige Süden angetan? Sprich: Kannst du mit deiner Solaranlage eher wenig Solarstrom produzieren oder extrem viel?

Werde dir zunächst klar, welche Roadtrips du mit deinem Camper geplant hast. Denn genau nach diesen Bedürfnissen richtet sich deine Wohnmobil-Elektrik bzw. die Größe der Versorgungsbatterie und Solaranlage.

Welche elektrischen Geräte will ich in meinem Camper mitnehmen und benutzen?

Hast du dich auch schon gefragt, wie viele Tage dir zum Beispiel eine 100 Ah Batterie im Wohnmobil reichen würde oder ob du mehr „Power“ benötigst? Kommt ganz darauf an, welche Geräte in welcher Anzahl und für wie lange du diese mit Strom versorgen willst. Ganz einfach berechnen kannst du deinen Stromverbrauch im Wohnmobil mit unserem Stromverbrauch-Rechner weiter unten hier im Beitrag.

Laptop, Smartphone und Kamera dürfen bei dir im Camper nicht fehlen? Und der LCD-Bildschirm zum Fernsehen muss auch mit? Dein Herd im DIY-Camper läuft per Strom und nicht per Gas? Und deine Haare trocknest du nur per Fön?

Wenn du diese Fragen mit einem klaren „Ja“ beantworten konntest, hast du definitiv einen höheren Stromverbrauch als jemand, der in seinem Camper womöglich nur sein Smartphone über die Batterie laden will. Von deinem Bedarf an elektrischen Geräten hängt die Stromversorgung im Wohnmobil maßgeblich ab.

Mach dir also Gedanken darüber, welche elektrischen Geräte (12V UND 230V) in deinem Wohnmobil definitiv nicht fehlen dürfen. Hierbei gilt jedoch: weniger ist mehr ;-).

Stromverbrauch im Wohnmobil online berechnen – passende Batteriekapazität ermitteln

Mit unserem online Wohnmobil-Elektrik-Batterie-Rechner kannst du ganz einfach deinen Stromverbrauch für bis zu 10 Geräte ausrechnen und die passende Batteriekapazität für deine Versorgerbatterie ermitteln.

Dank unserem Stromverbrauch-Rechner bekommst du passend zu deinem Stromverbrauch eine Versorgerbatterie vom Typ „AGM“ und Typ „LiFePo4“ empfohlen. Cool, oder? Wo die Vor- und Nachteile der beiden Batterietypen liegen, erfährst du weiter unten in diesem Beitrag.

In unserem Fall haben wir einen maximalen Stromverbrauch pro Tag von ca. 85 Ah (inklusive 40 % Sicherheitspuffer). Mit einer 100 Ah Lithiumbatterie kommen wir also 1 Tag aus, bevor wir diese wieder nachladen müssten. Würden wir uns für eine AGM-Batterie entscheiden, müsste diese schon 170 Ah (85*2 = 170) haben, da man AGM-Batterien nur zu 50 % entladen sollte.

Allerdings laden wir ja nicht täglich unsere Laptops, Kameras und Handys auf, sondern eher alle 2 bis 3 Tage. Je nach Jahreszeit benötigen wir auch weniger oder mehr LED-Licht im Bus.

Für die Berechnung deines Stromverbrauchs im Camper gehst du am besten immer vom maximalen Stromverbrauch aus und planst noch einen Puffer ein. Damit bist du am Ende definitiv abgesichert und stehst nicht plötzlich mit einer leeren Batterie da.

Deine Bordbatterie(n) soll länger als einen Tag durchhalten? Dann multipliziere einfach deinen Gesamtverbrauch mal die Anzahl der Tage und wähle anschließend die passende Batteriegröße aus.

Was ist der Unterschied zwischen Starterbatterie und Versorgerbatterie (Bordbatterie, Zweitbatterie)?

Den Unterschied kannst du schon im Namen herauslesen: Eine Starterbatterie wird zum Starten deines Wohnmobils benötigt. Sie kann für kurze Zeit hohe Ströme (die zum Starten des Motors benötigt werden) viel besser produzieren als eine Bordbatterie. Dafür ist die Starterbatterie eher ungeeignet, ständig konstanten Strom zu liefern, so wie es die Zweitbatterie macht.

Du solltest also niemals deine Verbraucher im Wohnmobil an deine Starterbatterie anklemmen. Zum einen schädigst du so über Zeit die Batterie und zum anderen ist die Gefahr einfach zu groß, dass deine Starterbatterie plötzlich leer ist und du den Motor nicht mehr gestartet bekommst.

Welche Batterietypen eignen sich für meine Wohnmobil Elektrik?

Es gibt insgesamt 4 verschiedene Batterietypen im KFZ-Bereich: Blei-Gel-Batterien, Nassbatterien, AGM-Batterien und Lithium (LiFePo4) Batterien. Im DIY-Camper-Ausbau kommen aber oft nur AGM- und Lithium-Batterien zum Einsatz. Doch was spricht für eine AGM-Batterie und wo liegen die Vorteile einer Lithium-Batterie?

AGM-Batterie für die Camper Elektrik – Vor- und Nachteile

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AGM-Batterien sind zwar schwer, kosten dafür um einiges weniger als LifePo4-Batterien und sind somit ideal für dein kleines Camper-Ausbau-Budget.

AGM-Batterie – Vorteile

  • Der größte Vorteil einer AGM-Batterie ist sicherlich ihr günstiger Preis. Eine AGM-Batterie kostet nur einen Bruchteil dessen, was du für eine LiFePo4 Batterie ausgeben müsstest.

AGM-Batterie – Nachteile

  • Nachteil der AGM-Batterie ist der immense Leistungsverlust bei einer Tiefentladung. Deshalb sollte man AGM-Batterie auch nie mehr als 50% entladen. Was dazu führt, dass du bei deiner Batteriekapazität immer vom doppelten Wert ausgehen musst.
  • Doppelte Batteriekapazität bedeutet groß und schwer. Was ein weiterer Nachteil von AGM-Batterien ist.

Lithium (LiFePo4) Batterie für die Wohnmobil Elektrik – Vor- und Nachteile

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LiFePo4-Lithium-Batterien sind vor allem klein und langlebig. Willst du bei deinem Camper Ausbau direkt „für die Zukunft“ investieren, machst du mit einer Lithium-Batterie nichts verkehrt.

Vorteile LiFePo4 Batterie

  • Die zwei größten Vorteile einer LiFePo4 Batterie sind die hohe Tiefentladung und die längere Lebensdauer gegenüber den anderen Batterietypen.
  • Für viele ebenfalls ein wichtiger Vorteil: Lithium-Batterien sind extrem klein und leicht.
    Unsere 100 Ah Lithium-Batterie wiegt gerade mal 12,3 Kg und ist 33 cm lang. Im Vergleich: Eine AGM-Batterie mit 230 Ah (da man ja nur 50% des Stroms entnehmen soll) wiegt ca. 64 Kg und ist 52 cm lang.

Nachteile LiFePo4 Batterie

  • Der größte Nachteil einer Lithium-Batterie ist sicherlich der hohe Preis.
  • Ein weiterer Nachteil dieser Batterieart ist die benötigte moderne Ladetechnik. Sowohl dein Solarregler als auch dein Ladegerät müssen für LiFePo4-Batterien geeignet sein. Dadurch entstehen womöglich (geringe) Mehrkosten.

AGM-Batterie oder LiFePo4-Batterie? Welche Batterie sollte ich für mein Wohnmobil-Elektrik-Setup wählen?

Ganz einfach: Spielen das Gewicht und die Größe für dich keine Rolle und ist dein Camper-Ausbau-Budget klein, verwende ruhig in deinem Wohnmobil-Elektrik-Setup eine oder mehrere AGM-Batterien. Hast du wenig Platz und willst deine Batterien nicht alle 5 Jahre tauschen müssen, investiere lieber in eine LiFePo4 Batterie. Diese ist zwar teurer, aber du hast auch länger was davon.

Wie kann ich die Versorgungsbatterie in meinem Wohnmobil laden?

Du hast eine oder mehrere geeignete AGM oder Lithium (LiFePo4) Batterie(n) für deine Stromversorgung im Wohnmobil ausgesucht. Glückwunsch! Jetzt geht es darum, die passenden Geräte zum Laden der Batterie zusammenzustellen. Denn deine Aufbaubatterie(n) können auf unterschiedliche Arten geladen werden:

  • mittels Lichtmaschine und Ladebooster (optional) während der Fahrt
  • durch eine Solaranlage
  • mit Landstrom (230V) und passendem Ladegerät

Aufladen der Bordbatterie(n) mit einem Ladebooster bzw. Ladewandler

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Ladebooster laden deine Versorgungsbatterie blitzschnell wieder auf.

Grundsätzlich kannst du deine Bordbatterien im Camper per Lichtmaschine und passendem Trennrelais^ aufladen. Dein Fahrzeug nutzt die Lichtmaschine sowieso schon dafür, die Starterbatterie während der Fahrt zu laden.

Mithilfe eines Trennrelais kannst du deine Starterbatterie mit den Aufbaubatterien verbinden und per Lichtmaschine aufladen, ohne dir Sorgen darüber machen zu müssen, dass du aus Versehen die Starterbatterie leer saugst, sobald du Strom im Camper verbrauchst.

Das Laden per Lichtmaschine dauert jedoch etwas und gerade bei neueren Fahrzeugen ab Euro 5 schaltet sich die Lichtmaschine auch mal gerne nach ca. 30 Minuten ab, sodass deine Batterien ab diesem Zeitpunkt nicht weiter geladen werden.

Wenn du also vor allem kurze Strecken fährst und während der Fahrt soviel Strom wie möglich in deine Batterien pumpen willst, kann sich ein Ladebooster lohnen. Denn Ladebooster arbeiten teilweise mit bis zu 30A Ladestrom, wodurch deine Batterien schneller wieder aufgeladen werden.

Qualitativ hochwertige Ladebooster^ haben eine intelligente IUoU Ladekennlinie. Sie arbeiten vollautomatisch. Das heißt, sie überwachen die Spannung deiner Starterbatterie und sorgen dafür, dass diese zuerst geladen wird. Erst wenn diese Spannung stimmt, lädt der Ladebooster automatisch deine Versorgerbatterien auf (ähnlich wie beim Trennrelais). Außerdem passen sie ihre Ladekennlinie deinem Batterietyp an und verhindern ein Überladen der Batterien.

Trennrelais versus Ladebooster: Was macht bei der Stromversorgung im Camper mehr Sinn?

Trennrelais:

  • Du fährst so gut wie nie kurze Strecken und stehst sowieso fast immer am Campingplatz.
  • Du hast ein älteres Fahrzeug mit durchgehend konstanter Spannung der Lichtmaschine.
  • Das Laden der Batterien während der Fahrt ist für dich nur ein „Nice-to-have“, aber kein Muss.

Ladebooster:

  • Du fährst viele Kurzstrecken und willst dabei soviel Strom wie nur irgendwie möglich in deine Batterien pumpen.
  • Du stehst öfter mal frei und willst deine Batterien auch während der Fahrt schnell aufladen können.
  • Du bist viel im Winter unterwegs oder nutzt nur wenig Solar zum Aufladen deiner Batterien.
  • Du hast ein neueres Fahrzeug ab Euro 5 und möchtest die Batterien trotzdem auch während der Fahrt aufladen können.

Bordbatterie(n) mithilfe der Wohnmobil-Solaranlage aufladen

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Auch wenn die Solaranlage deines Campers eine großartige Möglichkeit bietet die Versorgungsbatterie zu laden, sollte sie nicht die primäre Ladefunktion in deinem Wohnmobil-Elektrik-Setup darstellen.

Das Aufladen der Bordbatterie mithilfe einer Solaranlage sollte nicht deine primäre Aufladestrategie sein. Mit einem durchschnittlichen Solar-Setup dauert es einfach zu lange, um deine Batterie wieder voll zu bekommen, da die Sonne je nach Batteriekapazität mindestens 10 Stunden am Tag mit 100% Lichtintensität scheinen müsste, was so gut wie nie passiert.

Eine Solaranlage^ rentiert sich daher eher, um nicht sofort losfahren oder 230V anschließen zu müssen, wenn der Ladebalken deiner Camper-Batterie(n) gen Null geht. Einfach gesagt: Es entspannt die Lage, solltest du in deinem Camper mal vergessen haben das Licht auszuschalten.

Wie lade ich die Wohnmobil Verbraucherbatterie über Solarstrom?

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Ein MPPT-Solar-Laderegler ist im Vergleich zu einem PWM-Laderegler um einiges effektiver und hat somit eine viel höhere Stromausbaute. Deine Versorungsbatterie wird es dir danken :-).

Um deine Versorungsbatterie im Wohnmobil über Solar laden zu können, benötigst du einen passenden MPPT Laderegler, der zwischen Batterie und Solarzellen angeschlossen wird. Im Vergleich zu einem PWM-Laderegler ist ein MPPT-Regler einfach schlauer und damit effektiver, selbst bei bewölktem Himmel.

Bewährt haben sich MPPT-Laderegler von Victron^. Wir haben auch einen im Einsatz. Die smarte Version mit Bluetooth lässt dich per Handyapp jederzeit die Werte überwachen. Einfacher geht’s wohl wirklich nicht mehr.

Welche Leistung muss der MPPT-Laderegler für meine Solaranlage haben?

Das hängt ganz von den verwendeten Solarmodulen ab. Beispiel: Ein Victron MPPT-Laderegler 75/15^ lädt deine Bordbatterie mit einem Maximalstrom von 15A und verträgt eine maximale Leerlaufspannung von 75V. Welche Leerlaufspannung deine Module haben, sollte normalerweise auf dem Datenblatt stehen.

An einem 75/15 MPPT-Regler kannst du bei 12V allerdings nur maximal 220 Watt anschließen, also z. B. zwei 110W Solarmodule. Haben deine Module mehr Power, drosselt der MPPT-Laderegler die Wattzahl automatisch runter. Auch die Leerlaufspannung ist auf 75V begrenzt. Stellst du irgendwann feststellen, dass dir 220W auf dem Dach nicht reichen oder dass deine Solarmodule eine höhere Leerlaufspannung haben, musst du den Laderegler upgraden.

Deshalb lohnt es sich, den MPPT-Laderegler bei der Elektrikplanung im Camper gleich etwas größer zu wählen, damit für spätere Upgrades der Solarmodule noch Puffer vorhanden ist. Wir haben uns aus diesem Grund für einen 100/20 MPPT-Laderegler von Victron^ entschieden. Dieser ist nicht erheblich teurer als die 75/15 Version und bietet genug Reserve für ein Solaranlagen-Upgrade. Weitere Details zu den Laderegler von Victron findest du auf der Website von Victron.

Wohnmobil-Batterie(n) mit Landstrom (230V) und 230V-Ladegerät aufladen

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Bei einem Batterie-Ladegerät auf 230V-Basis solltest du unbedingt darauf achten, dass es die passende Ladekennlinie besitzt. Sonst funktioniert das Laden nicht richtig und das Ladegerät beschädigt im schlimmsten Falle deine Versorgerbatterie(n).

Neben Solar und Ladebooster kannst du deine Zweitbatterie im Wohnmobil auch über Landstrom laden. Dafür benötigst du allerdings ein passendes Ladegerät in deinem Wohnmobil-Elektrik-Setup. Denn je nachdem ob du dich für eine AGM- oder Lithiumbatterie entscheidest, muss dein Ladegerät mit der passenden Ladekennlinie ausgestattet sein.

230V Batterie-Ladegeräte^ gibt es mit unterschiedlichen Ladeströmen und Volt-Spannung (12V und 24V). Umso höher der Ladestrom, umso schneller ist deine Batterie wieder vollgeladen. Allerdings sind die Ladegeräte mit höheren Ladeströmen auch entsprechend teurer.

Du kannst dein Ladegerät an jede normale Schuko-Steckdose mit 230V anschließen. Willst du eh ein 230V Stromnetz im Camper, weil du z. B. Strom von Campingplätzen abgreifen willst, kannst du dein Ladegerät z. B. an einer der 230V Steckdosen in deinem Wohnmobil betreiben.

Achte in jedem Fall darauf, dass du das Ladergerät passend zu deinem Batterietypen (AGM, GEL, Lithium) und dem Spannungsnetz (12V oder 24V) deines Campers wählst.

Fazit

Wir hoffen, dass wir dir mit diesem Blogbeitrag rund um das Thema „Wohnmobil Elektrik – Versorgungsbatterie“ sowie unserem Stromverbrauch-Rechner die Angst vor deinem ersten Schritt Richtung DIY-Camper-Elektrik nehmen konnten. Hast du Fragen oder Anregungen? Dann ab damit in die Kommentare.

In eigener Sache (Rechtliches)

Wie bei all unseren Beiträgen gilt wie immer: Wir übernehmen keine Garantie für Vollständigkeit oder Richtigkeit, denn wir sind auch nur Menschen.

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